Salsa Cubana

Salsa ist Percussion, die in die Beine geht, eine kubanische Mixtur afrikanischer und europäischer Kulturen von berückend tänzerischer und musikalischer Vielfalt aus den lateinamerikanischen Rhythmen Mambo, Chachachá, Rumba und Son mit einer Prise Jazz, Bomba und Plena. Erlerne die Salsa mit den typisch karibischen Körperbewegungen und entdecke so das kubanische Lebensgefühl.

 

Celia Cruz, die »Reina de la Salsa« sagte einst: »Salsa ist Mambo,Chachachá, Rumba, Son, alle cubanischen Rhythmen in einem.« Salsa bedeutet übersetzt »Sauce« und beschreibt nicht nur einen bestimmten Rhythmus, sondern sie ist als Oberbegriff für verschiedene lateinamerikanische Rhythmen zu sehen.

Die Mischung afrikanischer und europäischer Kulturen auf Cuba ergab eine besondere musikalische und tänzerische Vielfalt, die einzigartig ist. Der Begriff »Salsa« tauchte bereits in den 30er Jahren in dem Erfolgs-
Son des kubanischen Komponisten Ignacio Piñero »Échale Salsita« (Gib noch Sauce drauf) auf, ein Lied, dass jedem unserer Salsa-Kursteilnehmer bekannt ist!

Die kubanischen Rhythmen, die aber zusätzlich auch vom nordamerikanischem Jazz und der puertorikanischen Bomba und Plena beeinflusst wurden, bilden die Grundlage der heutigen Salsa. »Wir Cubaner sind eine Mischung aus Spanien, Afrika und den Vereinigten Staaten, vielleicht noch mit einer Prise China und Frankreich. Und das
Verrückte: Wir mögen alles - und alles gleichzeitig.« (Miguel Barnet)

Salsa-Musik wird in allen lateinamerikanischen Ländern gespielt und getanzt, regional jedoch sehr unterschiedlich. Auch außerhalb Lateinamerikas, wo viele Latinos aus den verschiedensten Ländern eng zusammenleben, haben sich besondere Stile der Salsa entwickelt, wie z.B. der New York Stil oder der Los Angeles Stil.

Im Estudio Latinoamérica wird die Salsa Cubana unterrichtet. Ihre Merkmale sind die vielen Wickelfiguren, eine kreisförmige Ausrichtung des Paartanzes sowie ihre typisch karibischen Körperbewegungen.

 

 

Rueda de Casino, Merengue

 

Rueda de Casino

Besonders viel Spaß macht die »Rueda de Casino«, eine cubanische Art, Salsa mit mehreren Paaren im fliegenden Wechsel zu tanzen.

 

Merengue

In seinem Herkunftsland Dominikanische Republik ist der Merengue nicht mehr wegzudenken. Das Radio strahlt rund um die Uhr seine Klänge aus, auf der Straße bewegen sich die Menschen im Takt der Musik, die ständig aus den Restaurants oder Geschäften zu ihnen herausschallt.

Der Ursprung seines Namens ist ungewiss: stammt er aus dem Französischen ab (von der Süßspeise Meringue = Baiser) oder kommt er aus dem Spanischen (Denge = spanischer Tanz) oder eventuell auch aus dem
Afrikanischen?

Sein Ursprung als Tanz ist ebenfalls noch ungeklärt. Ob er nun mit irgendwelchen Piraten in Verbindung zu bringen ist, die den Tanz mit ihren Klumpfüssen geprägt haben sollen oder ob er aus Kuba über Puerto Rico nach Santo Domingo kam, über diese und ähnliche Fragen streiten sich die Fachleute noch heute. Fest steht nur, dass er bereits um 1850 in der Gegend von Cibao bei der Landbevölkerung äußerst beliebt war, während die städtische Gesellschaft diesem Bauerntanz nichts abgewinnen konnte.

Erst unter dem Diktator Trujillo, der den Merengue als Propagandamittel erkannte und nutzte, zog er in breitere gesellschaftliche Kreise ein. Die Radiosender nahmen auf seine Anweisung hin den Merengue in ihr Programm auf, Platten wurden produziert und schließlich wurden sogar die Merengue-Festivals zum »Bestandteil des nationalen Kulturerbes« erklärt.

 

Doch auch nachdem das Land von seinem Diktator befreit war, blieb der Merengue auf der Insel und wurde wieder zum Ausdruck des Volkes. Er nahm neue Musikformen auf, erweiterte seine Instrumentierung und breitete sich schließlich auch in die übrige Karibik und in die USA aus.


Seine aktuellsten Formen sind Tecno-, Hip-Hop- oder Rap-Merengue, die auch in den internationalen Charts zu finden sind.

In vielen Merengue-Liedern werden Frauen oder eine enttäuschte Liebe besungen. Es gibt Liebeslieder mit frivolem Hintersinn oder es wird das Alltagsleben beschrieben, insbesondere Armut und politische Missstände, wobei sich der soziale Protest häufig mit frechem Humor mischt.


Die körperbetonte Tanzweise beschreibt Charles V. W. Brooks in einem Kapitel über das Gehen folgendermaßen:

»Würden wir uns dem (Gewichtswechseln, Anm. des Verfassers) stärker hingeben, so dass Knie, Hüften, Becken und der untere Rücken die sorgfältige Verlagerung des Gewichts von der einen Seite auf die andere auskosten und Rumpf, Arme, Nacken und Kopf die ständig reagierende Balance fühlen, zulassen und genießen könnten, bis der ganze Organismus mitschwingt, dann wären wir schon bei den schönen karibischen Tänzen, dem dominikanischen Merengue oder dem Meringue aus Haiti, angelangt.« (aus Charles V. W. Brooks: Erleben durch die Sinne / »Sensory Awareness«)

 

Zu dieser weichen, den ganzen Körper in Schwingung versetzenden Bewegung kommen viele Drehungen, bei denen sich die Arme ständig verknoten und wie durch ein Wunder wieder auflösen.

 

Jedes Jahr im Juli findet in der Dominikanischen Republik das Merengue-Festival statt, ein Höhepunkt für jeden Merengue-Fan. Es gehört zu den wichtigsten Festivals in der Karibik, bei dem sich tausende Dominikaner und Urlauber entlang dem Malecón, der Strandpromenade Sto. Domingos drängeln und ausgelassen zu den Rhythmen der besten Live-Gruppen auf ihren provisorischen Plattformen tanzen.